Was ist ein Cochlea Implantat?

Das Cochlea Implantat (CI) ist eine Innenohrprothese, die operativ in das Innenohr eingesetzt wird und die intakt gebliebene Hörnervfasern direkt elektronisch reizt. Es ermöglicht tauben, ertaubten und hochgradig schwerhörigen Menschen wieder zu hören bzw. hören zu lernen.

© Cochlear Ltd.

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Mit einem Cochlear Implant lernen hochgradig hörgeschädigte Kinder sowie spät ertaubte Erwachsene hören. Damit es zu einem guten Hören kommen kann, müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein. Je früher eine Implantation erfolgt, umso besser sind die Chancen für eine gute Hörentwicklung.

Die Entwicklung des Hörens hängt im Wesentlichen von den Hörangeboten und den Hörlernmöglichkeiten ab, die den Cochlear-Implant-Trägern in den ersten Jahren angeboten werden.
Auf der Grundlage einer frühen Diagnostik wird die Implantation bereits ab einem Lebensalter von wenigen Monaten durchgeführt. Dabei werden die meisten Kinder inzwischen auf beiden Ohren (bilateral) mit einem Implantat versorgt; dies erfolgt in zwei (sequentiell) oder aber auch in einer einzigen (simultan) Operation.


Ein CI besteht aus mehreren Teilen

Die Signale werden vom Mikrofon (1) des Audioprozessors (2) aufgenommen und drahtlos von der Sendespule (3) durch die Kopfhaut zur Empfangsspule des Implantats (4) gesendet und von dort aus an die Elektroden, die sich im Innenohr befinden, weitergeleitet. Durch diese elektrischen Impulse wird der Hörnerv (5) stimuliert, der in Folge sogenannte Aktionspotentiale erzeugt und diese an das Gehirn weiterleitet. Das Gehirn empfängt die Aktionspotentiale des Hörnervs und erkennt sie als akustisches Ereignis (Sprache, Geräusch, Musik). CIs wandeln somit Schall in elektrische Impulse um, durch die der Hörnerv in der Hörschnecke (griech. Cochlea) stimuliert wird.

© MED-EL

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